Logo - Pfarre Wattens

Pfarre
Wattens

Mitglied des Seelsorgeraums
FritzensVoldersWattens

Gottesdienst-ordnung

Pfarrblatt

Pfarrkalender

Tagesevangelium

PGR-Protokolle

Fastenzeit

Sinn und Dauer der Fastenzeit

Mit dem Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Bußzeit zur Vorbereitung auf die Osterfeier.
Vierzig Jahre ist das Volk des Alten Bundes durch die Wüste, gezogen, um das Land der Verheißung geläutert betreten zu können.
Vierzig Tage verbrachte Mose auf dem Berg, um die Gebote Gottes entgegenzunehmen.
Vierzig Tage wanderte Elia fastend und betend durch die Wüste, bis er am Horeb Gott in geheimnisvoller Weise erfahren durfte.
Vierzig Tage fastete Jesus in der Wüste, widerstand dem Versucher und verkündete dann die Botschaft vom Reich Gottes.
So bereiten auch wir uns alljährlich vierzig Tage lang vor auf die große Osterfeier der Kirche, um Tod und Auferstehung des Herrn würdig zu feiern.

Quelle: „Gotteslob", Kath. Gebet- und Gesangbuch, S.230

Vierzig

Die Zahl Vierzig enthält eine Verheißung:
40 Jahre hatte das Land Ruhe nach den einzelnen Richtern:
40 Jahre herrschte David, 40 Jahre Salomon, und 40 Tage hindurch erschien Jesus nach der Auferstehung seinen Jüngern:
die Nähe Gottes wird in dieser Intensiv-Zahl verheißen, und daß der Ruhe findet, ans Ziel kommen wird, der sich auf diesen „Wüstenweg" der 40 Tage, d. h. des langen Lebens, einläßt.
Christen bereiten sich in den 40 Tagen der Fastenzeit auf das Osterfest vor, das heißt:
das ganze Leben, Tag und Nacht, Alltag und Fest, Arbeit und Freizeit stellen sie unter das kritische (d. h. entscheidende) Zeichen des Kreuzes.
Dieses Zeichen des Todes und der Auferstehung stellt unsere Lebensgestaltung in Frage.

Fasten

Das Fasten der Christen geht auf alte Traditionen zurück und bewahrt wichtige Gotteserfahrungen der Menschen.
Bereits lange vor Jesus war es in Übung. Es war und ist ein Weg der „Reinigung" und der Rückbesinnung auf die Zentralfragen des Lebens.
Der freiwillige Verzicht nicht nur auf nebensächliche Annehmlichkeiten, sondern die entschiedene und überlegte Verringerung des täglichen Genusses bis an die Grenze des Hungers ersparte unseren Vorfahren ganz nebenbei eine Frühjahrskur.
Zur Zeit Jesu waren die Tage von Montag bis Donnerstag strenge Fasttage;
am Freitag (= Vortag des Sabbat), dem Sabbat und am Tag nach dem Sabbat (= unser Sonntag) setzte man das Fasten aus Achtung vor dem Gottestag aus.
In der Kirche bis in die Neuzeit und heute noch in den Klöstern sind Montag, Mittwoch und Freitag Fasttage.

Heute sind der Aschermittwoch und der Karfreitag für katholische Christen „strenge Fasttage":
Man verzichtet auf jede Fleischspeise und begnügt sich mit einmaliger Sättigung.

Einen Sinn, des Fastens zeigt das bäuerliche Brauchtum:
die Fasttage Mittwoch und Freitag waren die Tage der Frühjahrsaussaat. Für uns Heutige scheint es sinnvoll zu sein, das durch Fasten Ersparte einem sozialen Zweck zuzuführen:
Der eigene Verzicht auf Lebensgenuß wird so für andere zur Lebensmöglichkeit. Und dass Christen an Freitagen gerade der Fastenzeit einen Verzicht „leisten" und das so Ersparte an Zeit, Kraft oder Geld denen zukommen lassen, die es nötig haben, versteht sich hoffentlich von selbst.